Private Krankenversicherung Vergleich -> Einfach Geld sparen

Vier Schritte zum PKV-Vertrag
Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Krankenversicherung erscheint attraktiv: Einzelzimmer, Chefarztbehandlung vor allem kurze Wartezeiten sind verständliche Argumente. Aber nicht alle Versicherten können einfach so in die private Krankenversicherung wechseln. Die private Krankenversicherung steht erst einmal nur bestimmten Berufsgruppen zur Verfügung. Allerdings darf auch ab einem bestimmten Einkommen in die private Krankenversicherung gewechselt werden. Wer wechseln will, hat erst einmal viel zu tun, Informationen müssen her. Wie hoch sind die Kosten für die private Krankenversicherung? Wie sieht es mit einem private Krankenversicherung Vergleich aus? Was ist die beste private Krankenversicherung? Und was sagt der private Krankenversicherung Rechner? Außerdem: Wer darf überhaupt wechseln? Kommt die private Krankenversicherung auch für Beamte in Frage?

Aber erst einmal der Reihe nach. In die private Krankenversicherung können alle wechseln, die den folgenden Berufsgruppen angehören:
– Beamte
– Selbständige
– Freiberufler

Angehörige dieser Berufsgruppen können immer und jederzeit in die private Krankenversicherung wechseln, Selbständige und Freiberufler müssen es aber nicht. Sie können sich freiwillig weiter gesetzlich versichern lassen. Warum man das eventuell wollen könnte, dazu später mehr.

Aber auch Angestellte können ab einem bestimmten Einkommen in die private Krankenversicherung aufgenommen werden. Die Einkommensgrenze wird auch als Versihcerungspflichtgrenze bezeichnet und liegt 2019 bei 60.750,00 Euro Bruttojahreseinkommen. Das sind 5.062,50 Euro monatlich. Nicht allzu viele Angestellte kommen auf diesen Betrag. Ab diesem Betrag können Erschwerte frei wählen, ob sie freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder eine private Krankenversicherung abschließen.

Die private Krankenversicherung darf die Aufnahme ablehnen. Denn der Gesundheitszustand des Versicherten oder der Versicherten ist ein wichtiges Argument, das für oder gegen eine Aufnahme spricht. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist das anders, hier müssen Versicherte unabhängig vom Gesundheitszustand aufgenommen werden. Das positive Ergebnis der Gesundheitsprüfung ist also wichtig.

  
  
Vorteile der privaten Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung bietet einige Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung, und ein Teil davon ist bereits angeklungen. Um es etwas übersichtlicher zu gestalten, werden die Vorteile hier gesammelt kurz erklärt, übersichtlich in kurzen Abschnitten angeordnet:

Beitragsbemessung:
Während die gesetzliche Krankenversicherung Beiträge einkommensabhängig im Bereich von knapp 15 % aufwärts erhebt, handhabt die private Krankenversicherung die Kosten anders. Deshalb ist die private Krankenversicherung insbesondere für Besserverdienende kostengünstiger als die gesetzliche Krankenversicherung. Für 30jährige liegen in der privaten Versicherung die Kosten bei etwa 220 Euro im Monat, unabhängig davon, wieviel der Versicherte verdient. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung kann das durchaus mehr sein.

Leistungen:
Die private Krankenversicherung steht im Ruf, mehr Leistungen zu übernehmen als die gesetzliche Krankenversicherung, trotz niedrigerer Kosten. Das ist tatsächlich der Fall, denn Privatversicherte legen ihre Leistungen individuell fest. Wer mehr Wert auf eine bevorzugte Behandlung im Krankenhaus legt, lässt das im Vertrag aufnehmen. Wer dagegen lieber besondere Leistungen im Bereich von Kur und Rehabilitation erwartet, kann das ebenfalls vertraglich festhalten.

Besonderheiten für bestimmte Berufsgruppen:
Im Vergleich private Krankenversicherung fällt auf, dass es spezielle Tarife gibt. Ärzte und Studierende beispielsweise sichern sich besonders preiswert und profitieren vom Leistungsniveau. Die private Krankenversicherung ist für Beamte ebenfalls mit besonderen Tarifen verbunden. Wer die passende private Krankenversicherung im Vergleich sucht, sollte also auch unbedingt die einzelnen Tarife nach Berufsgruppen berücksichtigen.

Terminvergabe:
Dass man als Versicherter der gesetzlichen Kassen manchmal länger auf einen Facharzttermin wartet, ist kein Geheimnis. Privatpatienten bekommen tatsächlich schneller einen Termin, und das ist im Abrechnungssystem der Kassen begründet. Die gesetzlichen Krankenkassen erlauben den behandelnden Ärzten nur einen bestimmtes Budget je Patient und Quartal, innerhalb dessen sie sich bewegen müssen. Das ist unabhängig von der Schwere der Erkrankung. Die private Krankenversicherung kennt solche Einschränkungen nicht. Interessanterweise warten Privatpatienten auch nicht so lange in der Praxis, sondern werden häufig vorgezogen.

Neue Behandlungsmethoden:
Die private Krankenversicherung gewährt ihren Versicherten häufig schneller die Behandlung nach sehr neuen und neuesten Methoden, während die gesetzlichen Kassen in der Regel länger warten, bis sie die Kosten übernehmen. So kommt insbesondere Privatpatienten der medizinische Fortschritt zugute.

Keine Zuzahlungen:
Anders als bei der GKV sind verschreibungspflichtige Medikamente für Versicherte der Privaten nicht mit Zuzahlungen verbunden. Wenn die private Krankenkasse die Kosten für ein Medikament übernimmt, tut sie das ganz und in allen Konsequenzen – inklusive der Rezeptgebühr.

Zugesicherte Leistungen sind garantiert:
Gesetzliche Krankenversicherungen können Leistungen von der Kostenübernahme ausnehmen. Sie überarbeiten regelmäßig ihre Kataloge und übernehmen möglicherweise in der Zukunft Behandlungen nicht, für die sie in der Vergangenheit aufgekommen sind. Bei längerfristigen Therapien ist das besonders ärgerlich, wie jeder weiß, der schon einmal ein Medikament für einen längeren Zeitraum einnehmen musste und irgendwann während der Behandlung „umgestellt“ wurde – weil die GKV die Kosten für das Medikament nicht mehr übernehmen wollte.

Krankenhausaufenthalt:
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwar viele Leistungen, aber auch bei einem Krankenhausaufenthalt kommt sie nur für ein absolutes Minimum auf. Mehrbettzimmer, minimale Behandlung in der nächstgelegenen Klinik und Zuzahlungen sind normal. Die Kosten, die die private Krankenversicherung übernimmt, sind sehr viel höher. Einzelzimmer und Chefarztbehandlung sind genauso selbstverständlich wie die freie Wahl der Klinik. Allerdings übernimmt das nicht jede private Krankenversicherung, ein Vergleich ist sinnvoll.

Einfacher Tarifwechsel:
In der gesetzlichen Krankenversicherung hat man in der Regel nicht so viel Auswahl – die private Krankenversicherung muss jederzeit den Wechsel in einen anderen Tarif mit gleichen Leistungen ermöglichen. Diese Wechselmöglichkeit ist sogar gesetzlich verankert und muss beim Vergleich private Krankenversicherung nicht beachtet werden.

Rückzahlungen bei guter Gesundheit:
Die beste private Krankenversicherung ist die, die man nicht nutzt und nicht bezahlt … Klingt humoristisch, ist aber real: Werden innerhalb von 12 Monaten keine Leistungen der Krankenkasse in Anspruch genommen, zahlen viele private Versicherungen den Kunden Monatsbeiträge zurück. Allerdings ist das tarifabhängig. Welche private Krankenversicherung das in welchem Tarif überhaupt tut, offenbart der Vergleich private Krankenversicherung.

  
  
Nachteile der privaten Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung hat nicht nur Vorteile. Immerhin wechseln jedes Jahr zahlreiche Versicherte zurück in die gesetzliche Krankenversicherung, und das tun sie nicht aus Spaß. Allerdings überwiegen rein zahlenmäßig die Vorteile der privaten Krankenversicherung. Das müssen Sie beachten, wenn Sie in die private Krankenversicherung im Vergleich betrachten:

Gesundheitszustand als Ausschlusskriterium:
Die gesetzliche Krankenversicherung darf niemanden ablehnen, die private Krankenversicherung darf das durchaus. Wer an Vorerkrankungen leidet, findet schwerer eine passende private Krankenversicherung. Und es kommt noch schlimmer: Mit den Vorerkrankungen steigen natürlich auch die Beiträge. Je schlechter der gesundheitliche Zustand, desto höher fallen die monatlichen Kosten für die private Krankenversicherung aus. Gerade für die Menschen, die eine Krankenversicherung wirklich brauchen, weil sie chronisch krank sind, ist die private Krankenversicherung also in der Regel eher keine Option.

Ausführliche Gesundheitsprüfung:
Die private Krankenversicherung verlangt vor der Aufnahme eine Gesundheitsprüfung. Im Rahmen ausführlicher Fragebögen beantworten Sie eine Menge Fragen, die der Krankenversicherung mitteilen, in welchem gesundheitlichen Zustand Sie sich befinden. Die Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Werden Sie das nicht oder hat die private Krankenversicherung den Verdacht, dass Vorboten einer schweren Erkrankung verschwiegen wurden, können Verträge auch wieder gekündigt werden. Und das kann auch passieren, wenn ein Versicherter bei laufendem Vertrag unerwartet schwer erkrankt.

Familienversicherung Adieu:
In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder und Ehepartner bis zu einem bestimmten Einkommen familienversichert, sie kosten keine zusätzlichen Beiträge und kommen in den vollen Genuss der Leistungen. Die private Krankenversicherung bietet diese Option nicht, hier müssen für Ehepartner und Kinder eigene Verträge abgeschlossen werden. Allerdings gibt es spezielle Tarife, die das Ganze etwas kostengünstiger machen.

Steigende Beiträge im Alter:
Die private Krankenversicherung berechnet die Beiträge nach den anstehenden Behandlungskosten. Junge, gesunde Menschen zahlen daher weniger Beiträge, alte und gebrechliche Menschen zahlen höhere Beiträge. Da aber im Alter grundsätzlich bei den meisten Menschen mehr medizinische Behandlungen nötig werden, steigen die monatlichen Beiträge für die private Krankenversicherung im Alter grundsätzlich an. Auch für gesunde ältere Menschen lässt die private Krankenversicherung die Kosten im Alter steigen. Damit das insbesondere im Rentenalter nicht zu heftig wird, berechnen die PKV etwa 10 % des Monatsbeitrags extra – von Anfang an. Damit werden die sogenannten Altersrückstellungen aufgebaut, die die höheren Beiträge nach dem 65. Lebensjahr zumindest teilweise kompensieren sollen.

Vorkasse:
Was auch immer an Behandlung anfällt: Privat Versicherte zahlen bei ambulanten Behandlungen erst einmal selbst. Die Rechnungen werden eingereicht, die PKV erstattet die Kosten. Allerdings geht das nicht innerhalb eines Tages, sondern dauert etwas. Abhängig von der Höhe der Behandlungskosten kann das also durchaus zu finanziellen Engpässen führen, bis die private Krankenversicherung die Kosten erstattet. Wer nicht bar zahlt, sondern sich eine Rechnung in doppelter Ausführung ausstellen lässt, kann immerhin erst die Rechnung bei der Versicherung einreichen und den Betrag am Ende der normalerweise 14tägigen Zahlfrist begleichen. Dann ist der Engpass schneller behoben.

Zurückwechseln ist schwer:
Es gibt immer wieder Gründe, zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Der Verlust der Arbeitsstelle, der Wechsel in eine Teilzeitbeschäftigung, eine berufliche Auszeit oder Familienzuwachs können einen Wechsel zurück ins gesetzliche Versicherungssystem attraktiv machen. DAs geht aber nicht so einfach, daran sind Bedingungen geknüpft. Ein niedrigeres Einkommen alleine reicht nicht aus, bei Erhalt von Arbeitslosengeld I ist der Wechsel dagegen möglich. Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, wechselt n der Regel endgültig. Entsprechend gut durchdacht sollte die Entscheidung sein. Auch wichtig: Das Preisniveau des Versicherers sollte stabil sein.

Versicherungswechsel:
Es muss nicht gleich der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung sein. Auch ein Wechsel zu einem anderen privaten Versicherer ist möglich. Allerdings können die angesammelten Altersrückstellungen dabei nur zum Teil mitgenommen werden, und die erneut nötige Gesundheitsprüfung wirkt sich meist auch negativ aus. Der Wechsel der privaten Krankenversicherer zu einnehmen Versicherungsunternehmen ist also nur dann sinnvoll, wenn man erst kurze Zeit versichert und noch jung und gesund ist.

  
  
Schritt 1: Rechnet sich langfristig die private Versicherung?
Die private Krankenversicherung ist mit Kosten verbunden, genauso wie die gesetzliche Krankenversicherung. Ob es sich lohnt, in die private Krankenversicherung zu wechseln, muss durchgerechnet werden. Oft ist die private Krankenversicherung mit weniger Kosten verbunden, solange man jung ist. Aber die Kosten steigen: Jedes Jahr schlagen die Versicherungsunternehmen im Schnitt 3 % drauf. Die werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen aber nicht jedes Jahr an die Versicherten weitergegeben. Die steigenden Kosten kommen nur alle paar Jahre bei den Versicherten an, und dann bewegen sich die Kostensteigerungen meist im zweistelligen Bereich.

Anders als bei den gesetzlichen Krankenversicherungen ist der monatliche Beitrag für die private Krankenversicherung nicht an das Einkommen gebunden. Zahlen gesetzlich Versicherte inklusive Arbeitgeberanteil 14,6 % ihres Einkommens (plus individueller Beitragssatz der jeweiligen Kasse), richtet sich die private Krankenversicherung bei den Kosten nach dem Gesundheitszustand des Versicherten und dem Alter. Heißt: Mit dem Alter steigen die Kosten immer. Auch im Rentenalter noch. Und bei jeder Erkrankung, die dazukommt. Bei jungen Menschen ist der Beitrag also erst einmal niedriger, später liegt er schnell höher als bei den gesetzlichen Kassen.

Insbesondere Singles und Doppelverdiener, aber auch Familien mit ein bis zwei Kindern profitieren von den günstigeren Beiträgen der privaten Krankenversicherung. Sind mehr als zwei Kinder da, könnte aufgrund der Familienversicherung die gesetzliche Kasse günstiger sein als die private Krankenversicherung. Der Private Krankenversicherung Rechner hilft, eine Übersicht über die entstehenden Kosten für die private Krankenversicherung zu bekommen, auch über mehrere Jahrzehnte hinweg. Kalkulieren Sie einfach vorab, und stellen Sie das Angebot des Rechners Ihrem aktuellen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber.

  
  
Schritt 2: Auf diese Tarifmerkmale sollten Sie achten
Welcher Tarif ist der Richtige? Die beste private Krankenversicherung findet man nicht ohne ausführlichen Vergleich. ES gibt insgesamt mehrere tausend Tarife, so dass das Angebot wirklich unübersichtlich ist. Es macht Sinn, erst einmal nach Tarifarten zu unterscheiden. Wie genau die private Krankenversicherung die einzelnen Tarife berechnet, ist eine eigene Wissenschaft. Die Berechnung folgt mathematischen Methoden, soviel ist klar. Für die Versicherung müssen die Beiträge dauerhaft die zu erwartenden Ausgaben decken, dazu müssen Verwaltung und Vertrieb sowie die Eigenkapitalverzinsung abgedeckt sein.

je mehr Leistungen in einem Tarif enthalten sind und je besser die Leistungen sind, desto höher fällt die Prämie aus. Sonst könnte die private Krankenversicherung nicht kostendeckend arbeiten. Umgekehrt einen die Kosten für die private Krankenversicherung, wenn die Selbstbeteiligung steigt.

Wichtige Tarife sind:
– die Krankenvollversicherung, die für Freiberufler sowie für Selbständige und Arbeitnehmer mit hohem Einkommen den nötigen Krankenversicherungsschutz bietet. In diesen Tarifen sind ambulante wie stationäre Behandlungen abgedeckt, aber auch Zahnbehandlungen und Medikamente, Heil- und Hilfsmittel. Wird keine Selbstbeteiligung vereinbart, trägt die private Krankenversicherung die Kosten in vollem Umfang.

– die Quotentarife. Das ist im Grunde genommen die private Krankenversicherung für Beamte. Quotentarife sind günstiger, denn ein großer prozentualer Anteil der Gesundheitskosten ist bereits mit der Beihilfe des Dienstherren abgedeckt. Daher bietet die private Krankenversicherung für Beamte nur einen anteiligen Versicherungsschutz, der den noch nicht abgedeckten Rest übernimmt.

– die Studententarife. Die private studentische Krankenversicherung ist günstiger als die Krankenvollversicherung, steht nur Studierenden zur Verfügung und deckt weniger Leistungen ab. Bei ärztlichen Behandlungen beispielsweise wird nur der 1,7fache und nicht wie üblich der 2,3fache Satz erstattet.

– die Sozialtarife. Aufgrund von besonderer gesetzlichen Vorschriften sind alle Krankenversicherungsunternehmen verpflichtet, Krankenvollversicherung-Tarife mit eingeschränkten Spielräumen anzubieten. Es gibt Vorgaben zum Leistungsumfang wie auch zur Beitragshöhe. Diese Tarife sind für Versicherungskunden gemacht, die sich einen teureren Tarif einfach nicht mehr leisten können, aber auch nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren können.

Die Sozialtarife werden noch weiter in den Basistarif, den Standardtarif und den Notlagentarif unterschieden. Der günstigere davon ist der Basistarif, der die gleichen Leistungen, aber auch maximal die gleichen Beiträge wie die gesetzliche Krankenversicherung beinhaltet. Noch einmal ganz anders funktioniert der Notlagentarif: Der greift bei Versicherten mit Beitragsrückständen. Wer länger mit den Zahlungen im Verzug ist, rutscht hier automatisch hinein. Die normale Krankenversicherung ruht. Es gibt nur einen minimalen Krankenversicherungsschutz, der akute Erkrankungen und Schmerzzustände abdeckt, mehr nicht.

  
  
Schritt 3: Tarife mit umfassenden Leistungen
Umfassende Leistungen werden normalerweise bei der Krankenvollversicherung ausgehandelt. Hier ist alles enthalten, was man sich wünscht: Brillen und Zahnersatz genauso wie medizinische Massagen, Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen nach Unfällen, Behandlungen in der Wunschklinik und mehr. Zusatzversicherungen geben gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen mit ein paar Extras zu ergänzen und somit den Leistungen der privaten Krankenversicherung nahe zu kommen. Wer privat krankenversichert ist, benötigt die Ergänzungstarife nicht. Die Leistungen dieser Zusatztarife sind:
– Zahnersatz
– besondere Leistungen im Krankenhaus
– Krankenhaustagegeld
– Brillenversicherung
– Kostenübernahme beim Heilpraktiker
– Versicherungsschutz im Ausland
– Krankentagegeld

Noch einmal eine ganz ander Klasse bilden die Tarife mit Selbstbeteiligung. Die Selbstbeteiligung kann sowohl für die ganz normale Krankenvollversicherung als auch für die Zusatztarife und Ergänzungstarife festgelegt werden. Die Selbstbeteiligung kann flexibel gestaltet werden und entweder alle Leistungen betreffen oder nur einen Teil der Leistungen (also beispielsweise nur ambulante Behandlungen). Außerdem kann sie prozentual gestaltet sein. Das bedeutet, dass der Versicherte nicht bis zu einem bestimmten Betrag alle Kosten selbst trägt und danach erst die private Krankenversicherung einspringt, sondern dass immer ein prozentualer Anteil der Kosten selbst übernommen wird, egal wie hoch sie ausfallen. Auch hier gibt es ein Maximum, bei dem die Selbstbeteiligung gedeckelt ist.

  
  
Schritt 4: Wählen Sie ein stabiles Unternehmen
Wie stabil eine private Krankenversicherung, also das Versicherungsunternehmen, ist, sehen Sie an den Entwicklungen der Kosten und der Leistungen. Manche Unternehmen sind schon lange auf dem Markt, sind etabliert und entsprechend bekannt. Hohe Mitgliederzahlen sprechen für mehr Stabilität. Und selbstverständlich sollten Sie sich von einer Fachkraft für die private Krankenversicherung beraten lassen: Hier erfahren Sie Details, können Fragen stellen und bekommen Informationen, zu denen Sie auf anderem Weg keinen Zugang haben. Außerdem können Sie sich bezüglich der Schwerpunkte der einzelnen Versicherungsunternehmen beraten lassen.

  
  
So finden Sie den richtigen Tarif
Nutzen Sie einen private Krankenversicherung Rechner. Sie geben Ihre Daten ein: Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen und vieles mehr wird erfragt. Die private Krankenversicherung Rechner sind online verfügbar und bieten Ihnen innerhalb von Sekunden nach der Eingabe Ihrer Daten einen Vergleich private Krankenversicherung an. Für eine erste Übersicht der Versicherungsunternehmen reicht das.

Anschließend sollten Sie Informationen zu den unterschiedlichen Tarifen bei den Versicherungsunternehmen einholen, die für Sie in die nähere Auswahl kommen. Lassen Sie sich vorrechnen, welcher Tarif Sie wie teuer genau kommt. Schauen Sie die Tarife und die Koste genau an. Und zwar nicht nur unter dem Gesichtspunkt „es wäre schön, wenn …“, sondern auch mit dem Gedanken „in 30 Jahren kann ich mir das noch gut leisten und lege immer noch Wert darauf“. Denn Sie können zwar den Tarif innerhalb Ihrer PKV wechseln, so oft Sie wollen. Und das auch ohne Probleme und größeren Aufwand. Aber Sie können immer nur in einen Tarif mit gleiche Leistung wechseln. Daher sollten Sie sich von Anfang an darüber klar sein, welche Leistungen auch langfristig für Sie wichtig sind. Das schränkt die Auswahl dann schon erheblich ein.

Wie geht es weiter?
In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Sie normalerweise für 18 Monate gebunden. Diese Frist ist für Sie bindend, innerhalb der können Sie nicht in eine andere Kasse oder in die private Krankenversicherung wechseln. Zusätzlich haben Sie normalerweise eine Kündigungsfrist von zwei Monaten, gültig jeweils zum Monatsende. Das heißt: Wenn Sie zum 01.09. eines Jahres in die private Krankenversicherung Wechseln wollen, müssen Sie den Vertrag der gesetzlichen Krankenversicherung zum 31.07. desselben Jahres kündigen.

Beim Wechsel gehen Sie schrittweise vor:
– Prüfen Sie, ob ein Beitritt möglich ist. Erfüllen Sie die Voraussetzungen? Die private Krankenversicherung ist Beamte, Selbständige und Freiberufler offen, für Angestellte erst ab einem bestimmten Einkommen.
– Können Sie die Bindungsfrist und die Kündigungsfrist der gesetzlichen Krankenkasse einhalten?
– Machen Sie einen Vergleich: Welche private Krankenversicherung ist für Sie tragbar? Wo finden Sie Tarife, die für Sie attraktiv sind? Sie können einen private Krankenversicherung Rechner nutzen und sollten zusätzlich eine Beratung durch die jeweiligen Experten in Anspruch nehmen.
– Erst jetzt stellen Sie den Antrag an die private Krankenversicherung und warten auf eine Zusage.
– Dann entscheiden Sie sich für den passenden Tarif.
– Im letzten Schritt (wenn Sie die Zusage ihrer privaten Versicherung haben) kündigen Sie den Vertrag bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung.

  
  
Private müssen vorstrecken
Es wurde bereits erwähnt: Ganz egal, um welche Art von Behandlung, Erkrankung oder Hilfsmittel es sich handelt, Sie müssen die Kosten vorstecken. Selbst die beste private Krankenversicherung erstattet die Kosten erst, wenn Sie die Rechnung einreichen. Im Normalfall haben Sie diese dann schon seit einigen Tagen beglichen. Auch wenn die private Krankenversicherung Ihnen viel erstattet und Leistungen bringt, von denen gesetzlich Versicherte nur träumen: Sie brauchen Geldreserven. Denn Sie müssen Ihre Behandlungen erst einmal selbst zahlen. Bedenken Sie das vor dem Wechsel. Ärztliche Behandlungen können schnell sehr, sehr teuer werden. Eine Impfung ist für knapp 50 Euro zu haben, eine Geburt geht in den vierstelligen, manchmal sogar in den fünfstelligen Bereich.

  
  
Auch an der Gesetzlichen lässt sich optimieren
Zu teuer, zu unsicher, nicht Ihrem Lebensgefühl entsprechend? Das kann durchaus sein. Bevor Sie in die Verlegenheit kommen, nach vielen Jahren Beitragszahlungen doch noch mit viel Mühe zurück in die gesetzliche Krankenkasse wechseln zu wollen, ist es manchmal besser, einfach zu bleiben. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen sind zwar bescheidener als die der Privaten, sie werden hin und wieder gekürzt. Aber sie können ergänzt werden. Die bereits erwähnten Zusatztarife und Ergänzungstarife stehen gesetzlich Versicherten zur Verfügung, um sich ihren Versicherungsschutz ganz nach den eigenen Bedürfnissen zusammenzustellen. Außerdem bieten einige gesetzliche Krankenversicherungen inzwischen selbst Zusatztarife an, die ihre Leistungen denen der privaten Krankenversicherung sehr, sehr nahe bringen. Die Kostenberechnung erfolgt allerdings immer noch anders, zumindest im normalen Versicherungsschutz. Die Zusatzversicherungen sind oft an eine Gesundheitsprüfung gebunden. Nicht an eine Prüfung gebunden sind Bonusprogramme: Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, während eines Kalenderjahres außer den Vorsorgen keine Leistungen in Anspruch nimmt, Sport treibt, nicht raucht, Normalgewicht hat oder sein Gewicht erheblich reduziert, kann Beiträge zurückgezahlt bekommen. Wie genau die Bonusprogramme aussehen, was alles als Bonus angerechnet wird und wie viel Geld es zurück gibt, ist von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen verschieden. Die gesetzlichen Krankenversicherungen befinden sich seit einigen Jahren in einer Art Wettstreit darum, wer sich mit welchen zusätzlichen Leistungen, Boni und Anregungen profilieren kann. Während einige sich in einem Segment besonders hervortun (die Techniker Krankenkasse belohnt beispielsweise regelmäßigen Sport), tun sich andere in keinem Feld besonders hervor, sondern bleiben für breite Bevölkerungsschichten mittelmäßig interessant.

  
  
Fazit: Private Krankenversicherung kann sich lohnen
Für bestimmte Berufsgruppen, Menschen mit entsprechend hohem Einkommen und alle, die sich gerne verwöhnen lassen und es sich leisten können, ist die private Krankenversicherung unter Umständen eine gute Wahl. Allerdings sollte man diese Wahl sehr bewusst und nur bei ausnahmslos guter Informationslage treffen. Denn die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist schwierig, oft sogar unmöglich. Man wird dann zwar auch nicht ohne Versicherungsschutz sein (die Sozialtarife sorgen dafür), aber die lohnenden Aspekte, wegen derer man in die private Krankenversicherung gewechselt ist, genießt man vermutlich auch nicht mehr.

Manchmal lohnt es, sich die gesetzliche Krankenversicherung einfach noch einmal genauer anzusehen. Man hat zwar eine gewisse Frist der Bindung an die gesetzliche Krankenversicherung, kann aber außerhalb der Frist jederzeit zu einem anderen gesetzlichen Versicherungsunternehmen wechseln. Und da lohnt es dann, Bonusprogramme und Zusatzleistungen sorgfältig auszuwählen.

Private Krankenversicherung Vergleich -> Einfach Geld sparen
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